Geschichte des Küppelturms
@Jörg Braukmann, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
1932 – Bau des ersten Küppelturmes
Die Geschichte des Küppelturms begann bereits 1932, als auf Initiative des SGV-Freienohl anlässlich dessen 40 jährigem Jubiläum der erste Turm errichtet wurde.
Der 21 Meter hohe und aus Rundhölzern bestehende Turm hatte sechs Stockwerke. Zu ebener Erde befand sich eine Schutzhütte.
Am 5.Juni 1932 wurde der Turm unter großer Beteiligung der Freienohler Bevölkerung und in Anwesenheit zahlreicher Gäste eingeweiht. Die Kosten betrugen damals 3.500,- Reichsmark.
Im Januar 1959 musste der nun leider morsch gewordene Turm von den Gemeindearbeitern abgebaut werden.
1959 – Errichtung des 2. Küppelturmes
Der zweite Turm wurde 1957 im Auftrag der Gemeinde Freienohl von dem ortsansässigen Architekten Ferdinand Stark entworfen. Von Mai bis August 1959 wurde dieser Turm von den örtlichen Firmen, dem Bauunternehmer Paul Pöttgen (Erstellung der Fundamente) sowie der Zimmerei Josef Winterhoff gebaut.
Die Holzkonstruktion bestand aus 10 Etagen mit einer gesamthöhe von 26 Metern.
Auf dem Turm befand sich eine blauweiße Wetterfahne aus Metall, gestiftet von dem damaligen Bürgermeister Kuno Humpert.
Am 30.08.1959 wurde dann der Turm für die Öffentlichkeit freigegeben.
Die Baukosten betrugen damals 58.000,- DM.
1983 – Bau des 3. Küppelturmes
Nachdem auch der zweite Turm baufällig geworden war, wurde im Jahr 1983 auf den alten Fundamenten der dritte Turm errichtet. In der Form wie ihn die meisten Freienohler noch kannten.
Dieser bestand wiederum aus Holz und wurde nach der ursprünglichen Konstruktion von 1959 durch die Zimmerei Hoff GmbH aus Sundern-Endorf errichtet. Die Baukosten betrugen 105.000,- DM.
1996 beschlossen der Förderverein Freiheit Freienohl und die St. Nikolaus-Schützenbruderschaft, ein beleuchtetes Kreutz zu Ostern und den Stern zur Weihnachtszeit auf dem Turm zu installieren. Die Stromversorgung kam vom Sendemasten des WDR.
Zu Ostern 1997 erstrahlte dann erstmalig das Kreutz auf dem Küppelturm.
Doch schon 2004 mussten einige baufällige Holzteile ausgetauscht werden.
Die Stahlverbindungen wurden 2013 von Rost befreit und mussten neu gestrichen werden.
Im August 2015 wurde der Küppelturm durch die Stadt Meschede gesperrt und im Herbst 2017 bis auf die Fundamente komplett abgebaut. Die Tragfähigkeit und die Sicherheit waren nach einem zuvor eingeholten Gutachten nicht mehr gegeben.
Das langjährige Wahrzeichen von Freienohl verschwand (nun vorerst) vom Horizont des Küppels.
Der Verein „Heimatfreunde-Freienohl e.v.“ wollte sich damit aber nicht abfinden und fand eine Lösung.
Text: Herbert Kordel im Jubiläumsfestbuch 750 Jahre Feienohl


