Brunnenfest
@Jörg Braukmann, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Auf Betreiben der „Heimatfreunde freienohl e.V.“ wurde im Oktober 2023 der Brunnen in der nach ihm benannten Brunnenstraße in Freienohl unter Denkmalschutz gestellt.
Im vorigen Jahr konnte die vorher ziemlich vernachlässigt aussehende Brunnenanlage wieder ansehnlich aufgearbeitet werden, mit einer Bank, neuer Bepflasterung und schönen Blumenbeeten.
Nun sollte der Brunnen in das öffentliche Leben mit einbezogen werden, er sollte „mit Leben gefüllt werden“, und wir beschlossen, am 28.06.2025 ein „Brunnenfest“ zu veranstalten.
Es sollte das Geschichtsbewusstsein schärfen und dieses mit einem sozialen Miteinander verknüpfen. Eingeladen waren die Anlieger der Brunnenstraße, die Mitglieder des Heimatvereins sowie Gäste aus Politik und Verwaltung.
Knapp 100 Gäste haben die Einladung angenommen und die Resonanz war überwältigend. In der Straße wohnen neben „Alteingesessenen“ Freienohlern viele „Neubürger“ z.B. aus Nigeria, Kamerun, Flüchtlinge aus der Ukraine, aus Großbritannien und aus verschiedenen Gegenden Deutschlands, die die Einladung gerne angenommen haben und die sich durch dieses Ereignis erst vorstellen und kennen lernen konnten.
Im Grunde haben wir alle im Bewerbungsformular aufgeführten Kategorien berücksichtigt, wozu im Einzelnen erwähnt werden kann:
Generationen: von früheren Generationen, deren Lebensumstände im Zusammenhang mit dem Brunnen veranschaulicht wurden, bis hin zu den Jüngsten, die über Radfahrübungen, Hüpfspielen und Schminkanleitungen angesprochen wurden, war das Programm jedenfalls generationenübergreifend.
Was den Punkt „Kultur“ betrifft, so ist die denkmalschützerische Erinnerungskultur selbstredend. Das Thema „Sport“ richtete sich vornehmlich an die Radfahrer und Hüpfkästchenspringer.
Unter „Nachhaltigkeit“ verstehen wir einerseits die Bestrebungen, möglichst wenig Müll zu erzeugen, was auch schon in der Einladung angesprochen wurde. Andererseits soll die Veranstaltung auch einen bleibenden Eindruck hinterlassen; die Atmosphäre und die Verständigungsbemühungen sind auf eine nachhaltige Wirkung ausgelegt.
Zur Feier des Brunnenfestes wurde die Brunnenstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt – ein „öffentlicher Raum“ wurde zum Ort einer soziokulturellen Veranstaltung, und eine Wiederholung in regelmäßigen Abständen wurde angemahnt.
Insgesamt zeigte das Fest ein enormes ehrenamtliches Engagement, eine vorbildliche Zusammenarbeit mit den Behörden und ein Beispiel gelungener Integrationsbemühungen.



