Projekt Brunnen

@Jörg Braukmann, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Brunnen in der Brunnenstraße (Freienohl)

Der Name „Brunnenstraße“ verweist auf einen früheren Brunnen bzw. eine Wasserstelle in diesem Bereich des Ortes. Solche Brunnen waren bis ins 19. Jahrhundert ein zentraler Bestandteil der Wasserversorgung in Freienohl.
Historische Quellen nennen in der Brunnenstraße den sogenannten „Düringsbrunnen“, der zu den wichtigen örtlichen Wasserstellen gehörte.
Wie auch andere Brunnen im Ort diente er der Versorgung der Bevölkerung mit Wasser und hatte gleichzeitig eine Funktion als Löschwasserreservoir (vergleichbar mit den sogenannten „Feuerteichen“).


Veränderungen im 19. Jahrhundert

Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke um 1870 kam es zu erheblichen Veränderungen im Grundwasserhaushalt. Infolge dessen versiegten viele Brunnen im Ort – darunter auch die Wasserstellen in der Brunnenstraße.
Damit verloren diese Brunnen ihre ursprüngliche Bedeutung für die Wasserversorgung.


Heutige Situation

Der ursprüngliche Brunnen in der Brunnenstraße ist heute nicht mehr als sichtbare Anlage erhalten. Der Straßenname erinnert jedoch weiterhin an diese historische Wasserstelle und damit an die frühere Infrastruktur des Dorfes.


Einordnung
Die Brunnen in Freienohl – darunter auch der in der Brunnenstraße – zeigen anschaulich, wie die Wasserversorgung früher organisiert war:

  • dezentrale Brunnen im Ortsgebiet
  • Nutzung als Trink- und Brauchwasserquelle
  • Bedeutung für Brandschutz und Alltag
  • Mit dem Ausbau moderner Wasserleitungen verloren diese Anlagen ihre Funktion, sind jedoch bis heute im Ortsbild und in Flurnamen präsent.